Outdoorharp

Heute bekommen wir ein besonderes Zuckerhäppchen geboten: HoBo begleitet uns. Mundharmonikaspieler & Wildnispädagoge Holger „HoBo“ Daub und Meeresbiologe Volker Boehlke laden ein, zu einer Wanderung mit Mundharmonika-Workshop auf dem aussichtsreichen Höhenzug von La Mérica.

potenter Ziegenbock und Wolfsmilch

Gehzeit 4 Stunden, Höhenunterschied +/- 100 m.

Wegbeschaffenheit: einfach bis holperig.

Anforderung an die Kondition: leicht – mittel

Anforderung an Schwindelfreiheit: mittel

Preis: 35 Euro; Mindesteilnehmerzahl: 4

Treffpunkt: Kreisvekehr Vueltas, 12.00; 26.02.2020

Wegbeschreibung:

Blick auf Taguluche

Der Weg führt vom höchsten Ortsteil von Valle Gran Rey, von Arure aus, auf eine sich in südlicher Richtung erstreckende Hochebene, eine der sommertrockenen „lomadas del sur“. Von dieser und ähnlichen Hochebenen aus wurde die Insel bis in die 60er Jahre mit Getreide versorgt. Eine mächtige Wasserleitung, halbverfallene Kalköfen und ein Hof in Ruinen bieten Einblicke in eine „bewegte“ Vergangenheit.

holpriger Weg

Workshop:

An einem schönen Aussichtspunkt findet dann der Mundharmonika Workshop statt. Die Themen des Workshops ergeben sich aus den Fertigkeiten der Teilnehmer.

Schwerpunkte können sein: Einzeltonspiel, Bending, Handhaltung, Klangbildung und Ton, Blues Grundlagen, und anderes. Der Mundharmonika Workshop steht unter dem Motto: „HoBo holt jeden dort ab, wo er steht und wenn es am Anfang ist.“

Das Angebot richtet sich an Anfänger, Fortgeschrittene, und Kinder. Teilnahmebeitrag: 35 € inklusive einer Hohner Silver Star in A-Dur.

Wer mehr zu HoBo wissen möchte, könnte das hier finden.

erodierte Vulkanlandschaft

Geologie: Ganz La Gomera ist als grosser vulkanischer Komplex vor 12 Millionen Jahren aus dem Meer aufgetaucht. Die beeindruckenden Aussichten in alle Richtungen verschaffen uns einen Blick für den geologischen Hintergrund der Insel. Die tiefe Schlucht im Osten, das Valle Gran Rey, ist ein Zeuge der in vergangenen Jahrtausenden deutlich höheren Niederschläge in dieser Region, während die Klippe im Westen die Arbeit der Wellen in den drei Millionen Jahren der vulkanischen Ruhepause anschaulich macht.

Taparucha – Gesteinsgang im Tuff

An beiden Seiten sind deutlich die einzelnen Lavazungen und die Gesteinsgänge zu sehen, die in den letzten 12 Millionen Jahren diesen Gebirgsstock aufgebaut haben. Dazwischen liegen immer wieder Schichten vulkanischer Asche, die teilweise zu ziegelartig roten Lagen verbacken wurden.

Vegetation:

Den Löwenanteil bildet hier die Stumpfblättrige Wolfsmilch, daneben finden wir den Strauch-Dornlattich, Aphodil, Montpellier-Zistrose, Agave, staubiger Zeiland, einzelne Wacholder und als wegbegleitende Pflanzen unter anderem die Tangerreichardie, Senf- und Hundsrauke, Klatschmohn und Eibischblättrige Winde.

Fauna: Schmetterlinge sind unter anderem durch den Distelfalter, Kohlweissling und Feuerfalter vertreten, gelegentlich sieht man Kaninchen, Ödschrecke und Wanderheuschrecke.

Unter den Vögeln finden wir Zilpzalp, Turmfalke, Weisskopfmöwe, Kanaren-Girlitz, Felsenhühner und den Kanaren-Pieper.

Diese Rieseneidechse lebt in der Aufzuchstation in Valle Gran Rey

Der Star unter den Tieren ist ohne Zweifel die Rieseneidechse Gomeras, Gallotia bravoana.

Leider lebt sie so unzugänglich, dass wir sie nicht antreffen werden. Nur wo Katzen und Ratten keinen Zugang finden, kann sie überdauern…. Nach jahrelanger Arbeit in der Zuchtstation an der Playa del Inglés hat sich die Population in La Merica deutlich vergrössert. Diese Eidechsenart erreicht aktuell bis 65 cm.