07.06.24 Algen in Massen

Algenflut Charco del Conde

Gestern Morgen hat uns das Meer mit einem interessanten Geschenk überrascht. Massen von Algen vor und an der Küste. Was auf den ersten Blick wie eine Lawine Pflanzenabfälle aussieht, kann man auch als eine grosse Bereicherung für die Küste verstehen.

In den vergangenen Jahrzehnten gab es immer wieder grössere „Vegetationsberge“ an der Küste, teils aus Braunalgen der Gattung Cystoseira, teils aus Seegräsern, die jeweils bei starkem Wellengang angespült wurden. Die Bestände beider Arten sind heute stark rückläufig, vielleicht übernehmen die schwimmenden Tange die austehende Arbeit der Düngung der Küstenlandschaften. Dünenvegetation und Kleinstfauna an der Küste würden profitieren.

gut getarnte Garnelen zwischen den Algen

So wäre eher zu empfehlen, die Algen an der Küste liegenzulassen, so sie denn nicht allzusehr den Badebetrieb oder feine Nasen stören.

Ein besonderes Geschenk für mich war die mit den Algen verbundene Anlandung einer grossen Zahl gut getarnter Organismen, die sich zwischen den gelblichen pflanzenresten verbergen.

Die Krebschen der Gattung Planes sind nur der auffälligste Teil davon. Eine schwimmfähige Nacktschnecke (Scillaea pelagica) und verschiedene Garnelenarten sind leicht zu finden, wenn man sich etwas Zeit nimmt.