06.01.26 Safari

Besuche in der Gezeitenzone sind immer spannend. Es gibt so viele verschiedene fremdartige Lebewesen, die man meist unter guten Bedingungen in diesen Naturaquarien beobachten kann, man fühlt sich regelrecht an den Ursprung des Lebens zurückversetzt.

Schlundsackschnecke (Elysia ornata)

Heute haben sich, neben einem zugegebenermassen sehr schüchternen Kraken, einer jungen Muräne, vielen Seesternen, Schlangensternen und Seegurken, zwei sehr seltene Vertreter der Fauna blicken lassen. Eine vor allem durch ihre Schönheit auffallende Nacktschnecke und ein an Tarnung kaum zu übertreffender Krebs, der noch nicht mal in der hiesigen Artenliste steht.

Elysia ornata gehört zu einer Gruppe der Nacktschnecken, den sogenannten Schlundsackschnecken. Ein besonderes Merkmal dieser Schnecken ist die Fähigkeit, Chloroplasten (Photosynthese betreibende Organellen) aus den verspeisten Algen aufzunehmen und eine Weile zu erhalten. Mit deren Photosyntheseleistung kann das nur 2 cm lange Geschöpf die aus aufgenommenen Algen erhaltene Energiemenge ergänzen und kommt so besser durch Durststrecken.

Schwammkrabbe (Dromia sp.)

Die Schwammkrabbe (Dromia sp.) ist nur sehr schwer ausfindig zu machen. Abgesehen von ihrer samtigen mattbraunen Tarnfarbe und stark verkürzten unauffälligen Beinen trägt ein ständig mit umhergetragenes Stück Schwamm zu ihrer Camouflage bei. Die beiden hinteren Beinpaare sind liegen so weit oben, dass sie das Stück Schwamm locker auf dem Rücken festhalten können. In diesem Fall deckt der Schwamm die Krabbe komplett ab und verraten hat sie sich nur durch die Tatsache, dass Schwämme nicht auf dem Boden umherlaufen, sie sind festgewachsen.