Amphibien und Fische

Amphibien sind aus eigener Kraft nicht in der Lage gewesen, die Barriere Meer zu überwinden. Auch Süsswasserfische konnten durch das Salzwasser hier nicht einfach rüberschwimmen.

Amphibien

Mittelmeerlaubfrosch in Aeonium sp.

Der Mittelmeer-Laubfrosch (Ranita meridional- Hyla meridionalis) ist häufiger anzutreffen. In fast allen Wasserspeichern und in wasserführenden Schluchten findet man ihn nicht nur im Wasser, sondern auch in der näheren Umgebung in dichter Vegetation. Die Jungfrösche sind nur etwa 2 cm gross, während die geschlechtsreifen Exemplare 4 cm erreichen. Ihre Färbung variiert zwischen grasgrün und bräunlich gefleckt. Eine charakteristische dunkle Linie zieht sich von den Nasenlöchern zu den Augen und weiter zu den Achseln de Vorderbeine. Ab Februar hört man ihre lauten Rufe in der Dämmerung, die man kaum mit diesen kleinen Fröschen in Verbindung bringt. Zu ihren Feinden gehören neben verschiedenen Vögeln und Fischen vor allem die Libellenlarven, zu deren Nahrung die Kaulquappen zählen.

Perez-Seefrosch

Der Perez -Seefrosch (Rana comun- Rana perezi) lebt dauerhaft in und an Gewässern und man kann ihn vor allem in Wasserspeichern finden. Er erreicht 4 – 7 cm Körperlänge und ist grün mit braunen Flecken. Zwei Reihen dunkle Flecken ziehen sich über den Rücken nach hinten.

Fische

Goldfische in einem Stausee bei Alajeró

Wasserläufe sind auf den Kanaren nicht sehr häufig. Seit ein immer grösseres Netz aus Wasserstollen die Inseln durchzieht und der Wasserspiegel immer mehr sinkt, sind sie noch deutlich seltener geworden. Mit der Zunahme der Landwirtschaft wurden aber auch nach und nach immer mehr Bewässerungsbecken eingerichtet.

Die einzigen natürlich in Süsswasser hier vorkommenden Fische sind die Aale (Anguilla anguilla – anguila), deren bis zu 80 cm grossen Weibchen in verschiedenen Schluchten teilweise recht weit ins Landesinnere vordringen, um dort eine Phase ihres Lebens zu verbringen. Durch das fortschreitende Austrocknen der Gewässer werden sie immer weiter verdrängt.

In den Wasserspeichern sind Karpfen (Cyprinus carpio, carpa), Schleien (Tinca tinca), Petrusfische (Tilapia tholloni auf Teneriffa und Oreochromis mossambicus auf Gran Canaria) und Forellenbarsche (Micropterus salmoides, Perca americana) zum Angeln.

Die Goldfische (Carausius auratus, carpín dorado) als Zierfische und andere kleinere Arten wie der Guppy (Poecilia reticulata, guppy) und Gambusen, die im Englischen mosquitofish heissen, (Gambusia sp., gambusino) sind zur Bekämpfung der durch Mücken verbreiteten Krankheiten wie dem Paludismus eingeführt worden.

Der einzige Süsswasserfisch, der aus eigener Kraft auf die Inseln kam und wahrscheinlich in einige dauerhaft fliessende Gewässer noch immer gelegentlich aufsteigt, ist der europäische Aal (Anguilla anguilla).